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Weiterbildung: Meistertitel als höchste Anerkennung in der Kosmetik

Gute Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sind für Bewerber:innen ein wichtiges Auswahlkriterium. So auch in der Kosmetik. Eine Option ist der Meistertitel, der von den Handwerkskammern der Region vergeben wird. Um sich auf die umfangreichen Prüfungsleistungen für den Meister vorzubereiten, bieten verschiedene Institute Lehrgänge an. Nathalie Bikinev-Scheidmann von der Fachlehranstalt Oldenburg - für Friseure und Kosmetiker e.V. stellte am Cosmetic College Schaumburg und Hannover den Lehrgang und die Meisterprüfung vor.

Grundsätzlich ist der Meistertitel die Voraussetzung, um ein eigenes Unternehmen gründen zu dürfen oder ohne Abitur eine deutsche Hochschule zu besuchen. Er bietet jedoch noch mehr: „Der Meistertitel ist rechtlich geschützt, hat einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft und bescheinigt hohe fachliche Kompetenzen. Er verschafft dem Handwerk Kosmetik endlich die Anerkennung, die es verdient“, erläutert Bikinev-Scheidmann. Die Teilnehmer:innen müssen umfangreiche schriftliche und praktische Prüfungen bestehen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann jeder mit einem Berufsabschluss im Handwerk den Meistertitel erwerben.

Vorbereitungslehrgang: Fachtheorie, Projektarbeiten und Betriebsführung

Der Vorbereitungslehrgang besteht aus mehreren Teilen und dauert insgesamt rund 4,5 Monate (in Vollzeit). Auch in Teilzeit kann er beispielsweise neben dem Beruf absolviert werden. Es werden Gebühren erhoben. Hierfür stehen finanzielle Hilfen wie das Aufstiegs-BAföG zur Verfügung.

In den ersten beiden Teilen werden theoretische und praktische Inhalte aus der Kosmetik behandelt. Die Teilnehmer:innen müssen Gesichtsbehandlungen an mehreren Modellen mit verschiedenen Hautproblemen durchführen und dies auch schriftlich darstellen. Dazu gehören beispielsweise die Hautanalyse, die Erläuterung vom Hauttyp, Behandlungsabläufe, die Kostenkalkulation und noch mehr. Ein weiterer Teil behandelt die apparative Kosmetik und Spezialmasken sowie kosmetische Dienstleistungen (z.B. die Fußpflege) oder das Management von Kosmetikinstituten. Außerdem werden in vier kleineren Situationsaufgaben Themen wie Kontur-Make-up oder Ganzkörpermassage behandelt. Die Inhalte von Teil drei und vier sind für alle Handwerksberufe identisch. Teilnehmer:innen beschäftigen sich mit betriebswirtschaftlichen Inhalten, die ihnen die Gründung eines eigenen Instituts erleichtern. Ein weiterer zentraler Teil ist das Thema Ausbildung im Betrieb.

Informationen und Förderung

Das Fachinstitut Oldenburg besitzt mehr als 80 Jahre Erfahrungen in der Meisterausbildung und ist eine von wenigen Anbietern von Vorbereitungslehrgängen in Niedersachsen für das Kosmetik- und Friseurhandwerk. Es bietet zudem ein umfangsreiches Weiterbildungsprogramm mit Behandlungen wie Fußpflege, Waxing oder Permanent Make-up an. Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt es online unter fachlehranstalt.de.